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Dutch Design: Sander Wassink und Ineke Hans

Neben der Dauerausstellung mit dem frühen Werk Mondriaans bietet das Museum Villa Mondriaan auch stets innovativen zeitgenössischen Künstlern ein Podium. Am 2. März wurden während eines erfolgreichen und gut besuchten Eröffnungswochenendes die knallrote Installation des Designers Sander Wassink und das stilvolle Design der Designerin Ineke Hans enthüllt. Neben dieser zeitgenössischen Design-Ausstellung öffnete an diesem Wochenende auch die Hauptausstellung ‘Zurück nach damals: Mondriaan, Sluijters en Spoor wiedervereinigt’

Knallender Pop-up-Store von Sander Wassink

Der niederländische Designer Sander Wassink (1984) stellt mit der Installation 特斯韦克 (Tè sī wéi kè) den Arco-Pavillon auf den Kopf. Wassink versucht eine extrem komplexe, sich verändernde Welt in den Griff zu bekommen. Mit der zunehmenden Globalisierung verändert sich die heutige Form der Modernisierung ständig. Während Produkte früher lokal produziert wurden, können diese nun überall in der Welt bequem gekauft werden.
In dem Pavillon erschafft Wassink als Reaktion auf diese Entwicklung einen fiktiven Pop-up-Store mit ausschließlich roten Objekten. Diese Artikel wurden in China hergestellt, aber von Wassink selbst in Winterswijk ausgesucht und gekauft. Der Laden macht aus billigen Artikeln Museumsobjekte, die auf der anderen Seite des Globus hergestellt wurden. Wassink lässt die Besucher über den Umfang und die Auswirkungen dieser Globalisierung nachdenken. Die überwältigende Vorherrschaft der Farbe Rot sorgt für einen atmosphärischen und beinahe religiösen Effekt bei jedem, der den Raum betritt. Eine Ausstellung, die man in diesem Sommer gesehen haben muss!

Stilvolle Möbel von Ineke Hans

Neben der besonderen Installation von Sander Wassink zeigt das Museum Villa Mondriaan auch eine Übersicht der funktionalen und stilvollen Möbel der niederländischen Industriedesignerin Ineke Hans (1966). Hans ist bekannt für ihre pragmatischen und funktionalen Entwürfe, erkennbar an einem deutlichen Stil mit klaren Formen und Farben. Dabei nimmt sie traditionelle und zeitgenössische Produktionsmethoden, die frei verfügbar sind, in die Ausarbeitung ihres Werks mit auf.  Sie spielt mit der Interaktion von Menschen, Objekt und Raum, wobei sie nach sozialen und sinnvollen Entwürfen strebt.

Ein Vorbild ihres ‘sozialen Designs’ ist der Instant Desk für die Londoner Online-Plattform Opendesk. Der Entwurf kann digital heruntergeladen und über einen von 600 weltweit angeschlossenen Arbeitsplätzen verarbeitet werden. Aus einer Standardmultiplexplatte können computergesteuert zwei einklappbare Tische gefräst werden. Die Mobilität der Tische passt so genau zum heutigen Bedarf an u.a. flexiblen Arbeitsplätzen.

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