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Nocturnal

Mit Hilfe der Dunkelheit gelingt es der Fotografin Marie-José Jongerius (geb. 1970), alltägliche Szenen wie Autobahnen, Baustellen und Palmen in eine fast fremdartige Fantasiewelt zu verwandeln. Tiefblaue Farbfelder mit den kaum erkennbaren Konturen eines Industriegeländes oder eines verlassenen, in Licht getauchten Parkplatzes; das Abgebildete ist erkennbar, wirkt aber gleichzeitig fiktiv. In Nocturnal taucht der Betrachter in die Stille und Entfremdung der nächtlichen Welt ein.

Seit zwanzig Jahren ist Jongerius in ihren Fotografien auf der Suche nach der Grenze zwischen Fiktion und Realität. Dabei sucht sie oft den Kontrast zwischen der geschaffenen Welt und der natürlichen Welt. So verwandelt Jongerius beispielsweise ein normales, unruhiges Industriegebiet in eine surrealistische Mondlandschaft, aufgenommen mitten in der Nacht. Die Maschinen, die Gebäude, die künstlichen Lichtquellen; die Spuren der Menschheit sind deutlich sichtbar. Dennoch hat der Betrachter den Eindruck, allein auf der Welt zu sein und die Welt zu betrachten, als wäre er selbst unsichtbar. Die rätselhaften Landschaften laden dazu ein, über den Rahmen der Fotografie hinauszuschauen. Welche Rolle spielt der Mensch in dieser Welt? Welche Geräusche würde ich hören, wenn ich mich inmitten dieser Landschaft befände? Wird die Sonne in ein paar Stunden aufgehen?

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