zonnebrink 4, 7101 nc winterswijk

jetzt zu sehen

Neue ausstellung: Der spirituelle Weg

21. September 2018 bis 3. März 2019


Glauben hatte einen großen Einfluß auf das Leben Mondriaans und auf seine Kunst. Mondriaan wuchs mit dem streng christlichen Gedankengut seines Vaters auf, entschied sich aber schließlich selbst mehr für den spirituellen Weg der Theosophie. In der Ausstellung “Der spirituelle Weg” steht die religiöse Suche Mondriaans im Mittelpunkt. Benno Tempel, Direktor des Gemeindemuseums Den Haag und Kurator des niederländischen Pavillons auf der Biennale von Venedig 2019, ist Gastkonservator dieser Ausstellung. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 
Piet Mondriaan, Kindchen, 1901. Sammlung Gemeindemuseum Den Haag.
Piet Mondriaan, Der Singel, 1893. Sammlung Gemeindemuseum Den Haag.

 

Stephany Caparn  

21. September 2018 bis 3. März 2019
 

Stephany Caparn, The Wizard, 2018 
Stephany Caparn, The Explorer, 2018 

Stephany Caparn (1991) lässt sich bei ihren Fotografien durch stilisierte Werke aus der Renaissance inspirieren. Der Focus dieser Epoche auf den menschlichen Körper mit ruhigen Posen, auffallenden Falten in der Kleidung und lebensechten Bildern findet sich in Caparns Arbeit wieder. Ihre Fotografie skizziert ein verträumtes Bild einer besseren Welt mit charakteristischen modischen Outfits und sanften Farbtönen.

Caparns authentische Modelle posieren selbstbewusst und mit ruhiger Haltung vor ihrer Kamera. Das Verewigen dieser Personen erreicht Caparn aus einem romantisierten Blickwinkel, jedoch mit zeitgenössischer Perspektive. Als sozial aktive Fotografin reagiert sie auf Stigmata und Bildformung in der heutigen Gesellschaft. Anhand von abweichenden Schönheitsidealen und kulturellen Unterschieden schenkt sie Charaktern Aufmerksamkeit und zeigt Wertschätzung für das individuelle Gefühlsleben, Liebe und Freundschaft.

In der Serie ‘Nobody Sees a Flower Really’ spielt Caparn mit den Archetypen von heute. Nach dem Schweizer Psychiater Carl Jung (1875 – 1961) sind Archetypen Symbolfiguren, die wir auf irgendeine Art unbewusst verstehen. Durch Lebenserfahrungen wurden sie Teil unseres kollektiven Unterbewusstseins. Caparn möchte diesen Archetypen in dieser Porträtreihe eine neue, zeitgemäße und vielfältigere Bedeutung geben.

 

Frank Bruggeman 

21. September 2018 bis 3. März 2019
 

Frank Bruggeman, The Everywhere Tool Trolley, 2011
Frank Bruggeman, Nature Object #18, 2015

Frank Bruggeman (1966) ist als autonomer Künstler und Designer fasziniert vom Einfluss des Menschen auf die Natur. In seinen Installationen und Naturobjekten steht der menschliche Umgang mit der organischen Natur im Mittelpunkt. Bruggeman verarbeitet in seinen Installationen oft sowohl wilde als auch kultivierte Pflanzen in lebendigem und getrocknetem Zustand. Er bezeugt hierdurch den Respekt vor botanischem Material, das durch den Menschen oft missachtet oder gnadenlos ausrangiert wird. Die industriellen Artefakte, die er in seinem Werk benutzt, sind oft mit einer charakteristischen cyanblauen Farbdeckschicht versehen. Der grelle Farbüberzug kontrastiert scharf mit allem Organischen.

In dem Objekt The Everywhere Tool Trolley (2011) verschiebt Bruggeman seine Aufmerksamkeit vom Garten hin zu den Geräten des Gärtners. Die überlebensgroße Version eines Gerätekarren steht stellvertretend für den unausschöpfbaren Drang des Menschen, die Natur zu kontrollieren – ein Problem, mit dem auch der Künstler andauernd kämpft.

 

Remco Dikken

21. September 2018 bis 3. März 2019
 

Remco Dikken, Fröhlicher Pirat, 2016. Private Sammlung
Remco Dikken,
Tanzmariekes, 2016. Private Sammlung

Der in Hengelo geborene Künstler Remco Dikken (1981) zeichnet und malt seit Jahren. Überall in seiner Umgebung findet er Themen für seine kleinen Gemälde, von einer Tänzerin bis zu einem Fußballfeld. Dikken akzentuiert in seinem Werk vor allem die Figur. In jedem Werk spielt ein isolierter Gegenstand die Hauptrolle, aber nebeneinander erschaffen die Elemente aus den Gemälden eine neue Erzählung.

Auf den ersten Blick sieht Dikkens Werk schwarzweiß aus, aber der Schein trügt: Wenn man besser hinschaut, kommt stets mehr Farbe zum Vorschein. Dikkens blasser Farbgebrauch ist kennzeichnend für ihn und bestimmt den Ausdruck der Gemälde. Mit den starken Linien, dem Verzicht auf Perspektive und den typisch lebendigen und atmosphärisch starken Szenen ist das Werk stets wiederzuerkennen.