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Über Piet Mondriaan

Der frühe Mondriaan
1872
Pieter Cornelis Mondriaan wird am 7. März in der Kortegracht in Amersfoort geboren.
1880
Die Familie Mondriaan zieht nach Winterswijk. Vater Mondriaan wird Schulleiter an der Christlich Nationalen Schule in Winterswijk.
1886
Piet beginnt seine Ausbildung zum Zeichenlehrer. Zusätzlich erhält er Zeichenunterricht von seinem Onkel Frits, der gerne nach Winterswijk kommt um gemeinsam mit seinem Neffen zu malen. Mit seinem Vater zeichnet Piet viel.
1889
Piet Mondriaan besteht die erste Prüfung als Zeichenlehrer und macht direkt weiter mit der zweiten Prüfung. Nebenbei gibt er an der Schule seines Vaters Zeichenunterricht.
1890
Piets nimmt erstmals an einer Ausstellung teil. Seine Bilder werden in der Ausstellung Kunstwerke Lebender Meister in Den Haag gezeigt.
1892
Mondriaan zieht nach Amsterdam und schreibt sich in der Reichsakademie ein, wo er zwei Jahre Vollzeit studiert und danach noch einige Abendkurse belegt.
1898
Piet will am niederländischen Prix de Rome teilnehmen, wird aber wegen seiner schlechten Darstellungen des menschlichen Körper abgewiesen.
1901
Auch Piets zweite Bewerbung für den Prix de Rome scheitert aus denselben Gründen.
1904-1905
Die Hektik in Amsterdam wird Piet zu viel und er beschließt in die Provinz Brabant zu ziehen. Hier malt er viele Landschaften.
1909
Piet wohnt wieder in Amsterdam und wird dort Mitglied eines theosophischen Vereins, was sein Werk sehr beeinflusst. Theosophie ist eine Kombination aus Religion, Wissenschaft und Philosophie. Theosophen glauben an die Einheit des Menschen. Alles stammt von einer unnennbaren Gottheit ab. Das bedeutet, dass in jeder Religion ein Kern von Wahrheit zu entdecken ist.
1911
Piets Werke werden in einer Ausstellung moderner Kunst im Stedelijk Museum in Amsterdam gezeigt. Werke anderer berühmte moderne Künstler wie Picasso und Braque hängen ebenfalls dort.

Der späte Mondriaan

1912
Mondriaan zieht nach Paris und nennt sich fortan selbst Piet Mondrian. Unter anderem beeinflusst durch den Kubismus wird sein Werk immer abstrakter.
1914
Piet kehrt für einen Familienbesuch in die Niederlande zurück. Als der Erste Weltkrieg ausbricht kann er jedoch nicht nach Paris zurückkehren.
1917
Zusammen mit Theo van Doesburg gründet Mondriaan die Zeitschrift De Stijl.
1919
Mondriaan kehrt zurück nach Paris.
1920
Mondriaan malt Komposition mit Gelb, Rot, Schwarz, Blau und Grau, sein erstes neoplastizistisches Gemälde, womit er sehr berühmt wird. Von diesem Zeitpunkt an arbeitet er ausschließlich mit rechten Linien, Grundfarben und den Nichtfarben Schwarz, Weiß und Grau.
1928
Zwei Werke Mondriaans werden in der 16. Biennale von Venedig ausgestellt.
1931
Piet wird gemeinsam mit unter anderem Theo van Doesburg und Alberto Giacometti Mitglied der Association artistique Abstraction Création.
1938
Aufgrund des drohenden Zweiten Weltkrieges zieht Mondriaan nach London.
1940
Paris wird von den Deutschen eingenommen, was Mondriaan sehr beunruhigt. Er macht sich Sorgen, dass seine Werke von den Nazis beschlagnahmt werden und flüchtet darum nach New York
1942
Mondriaan beteiligt sich am sozialen Leben New Yorks und verkehrt mit vielen Avant-Garde Künstlern. Er entdeckt seine Leidenschaft für Tanz und Jazzmusik. Er beginnt die Arbeit an Victory Boogie Woogie und Broadway Boogie Woogie.
1944
Mondriaan arbeitet intensiv an Victory Boogie Woogie. Unglücklicherweise zieht er sich eine Erkältung zu, die sich zu einer ernsthaften Lungenentzündung entwickelt, an der er im Alter von 71 Jahren verstirbt. Er stirbt als bekannter Künstler. Dies wird vor allem bei seinem Begräbnis deutlich, zu dem viele Künstler und Kunstkritiker erscheinen.